1908. Radierung / Vernis mou, Strichätzung & Kaltnadel, in Schwarzbraun, auf glattem gelbem Japan. – Originale Künstlergrafik, von Heinrich Otto. – 17,7 x 26,8 cm (Darstellung / Einfassungslinie), 18,5 x 27,9 cm (Platte), 24 x 33 cm (Blatt).
Rechts unten in Bleistift signiert: ″H. Otto″. In der Darstellung rechts unten Monogramm und Datum: ″HO / Bissingen / Juli 1908″. – Seltener signierter Vorzugsdruck vor der Auflage für die für vervielfältigende Kunst in Wien, auf feinstem Japanpapier, vor der Verlagsadresse. – Ausgezeichnet erhalten. Sehr guter Zustand.
Heinrich Otto (1858 Wernswig - 1923 Düsseldorf). Deutscher Maler und Grafiker. Ab 1872 Bildhauerlehre bei Joseph Grassegger und Heinrich Echtermeyer in Kassel. 1878-1880 Studium Bildhauerei an der Kunstakademie Kassel (heute Kunsthochschule Kassel) bei Karl Hassenpflug, Louis Kolitz und Carl Wünnenberg. Ab 1881 Besuch der Schwälmer Willingshäuser Malerkolonie, deren Mitglied er später wurde. 1889 Umzug nach Düsseldorf. 1898-1902 Vorstandsmitglied im Künstlerverein ›Malkasten‹. Studienaufenthalte in Willingshausen, am Niederrhein und in der Eifel erbrachten zahlreiche Landschafts- und Erntebilder. 1901 Auszeichnung mit der Goldenen Staatsmedaille in Dresden für die Lithografie ›Mondnacht‹. Ab 1903 in Düsseldorf als Mal- und Zeichenlehrer für junge Damen tätig, wo er u.a. Henriette Schmidt-Bonn und Lili von Asten unterrichtete. Zwischenzeitlich hatte auch immer wieder in Wernswig seinen Wohnsitz wo er nach dem Tod seines Bruders den landwirtschaftlichen Familienbetrieb führte. Zudem pflegte er regen künstlerischem Austausch mit der Willingshäuser Malerkolonie. Etwa 1920 Berufung zum Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Mitglied im Deutschen Künstlerbund.