1951/1952. Zeichnung / Feder- & Pinselzeichnung, in schwarzer Tusche, auf festem gelblichem Bütten. – Originale Künstlergrafik, von Andreas Paul Weber. – Unikat. – 41,5 x 55,5 cm (Darstellung), 47 x 61 cm (Blatt).
In der Darstellung rechts unten in schwarzer Feder mit Monogramm signiert: ″W″. Links unten in Bleistift betitelt: ″morgenluft″. Verso Archivstempel der Griffelkunst in Blau. – Von diesem Motiv fertigte Andreas Paul Weber auch eine Lithografie mit gleichem Titel an, von der Abzüge aus dem Jahr 1952 bekannt sind. – Büttenpapier durchgehend leicht gegilbt. Umlaufend mit etwa 1 cm Abstand zur Darstellung schwach ausgeprägter Lichtrand. Im Rand diverse Montagespuren bzw. kleine Fehlstelle in der rechten oberen Ecke. Insgesamt aber doch recht guter Zustand.
Andreas Paul Weber (1893 Arnstadt - 1980 Schretstaken / Mölln). Oft auch A. Paul Weber. Deutscher Lithograf, Zeichner und Grafiker. Schüler der Kunstgewerbeschule Erfurt. Erste autodidaktische Versuche in Lithografie. Im 1. Weltkrieg Soldat an der Ostfront. 1916 als Zeichner und Karikaturist bei der Zeitschrift der 10. Armee tätig und 1918 nach Spa versetzt. Gehörte dem nationalrevolutionären Kreis um Ernst Niekisch an. Wurde deshalb 1937 ein halbes Jahr inhaftiert. Zeichnete auch antisemitische Karikaturen. 1944/45 wieder Kriegsdienst. Nach 1945 in Schretstaken bei Mölln ansässig. 1971 Großes Verdienstkreuz und Ernennung zum Professor.