1969. Farbholzschnitt, in Grün & Schwarz, auf wolkigem gelblichem Velinkarton. – Originale Künstlergrafik, von Hermann Naumann. – Auflage Exemplar Nr. 15/25. – 22,8 x 12,9 cm (Darstellung / Druckstock), 46 x 31 cm (Blatt).
Aus: Hermann Naumann, Keine Wolke stille hält. Erzählungen und Gedichte von Max Dauthendey (Berlin: Union-Verlag 1970). – Rechts unten in Bleistift signiert und datiert: ″Hermann Naumann 1969″. Im unteren Blattrand bezeichnet: ″zu dem Titelgedicht 'Keine Wolke stille hält' von M. Dauthendey″. – Illustration zu einem Herbst-Gedicht von Max Dauthendey: ″Keine Wolke stille hält, / Wolken fliehn wie weiße Reiher; / keinen Weg kennt ihre Welt, / und der Wind, der ist ihr Freier. // Wind, der singt von fernen Meilen, / springt und kann die Lust nicht lassen, / einer Landstraß' nachzueilen, / Menschen um den Hals zu fassen. // Und das Herz singt auf zum Reigen, / schweigen kann nicht mehr die Brust; / Menschen werden wie die Geigen, / Geigen singen unbewusst.″ – Kleine bestoßene Stelle im rechten Blattrand. Guter Zustand.
Hermann Naumann (1930 Kötzschenbroda-Radebeul - 2025 Dittersbach-Dürrröhrsdorf). Deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer. 1946 Lehre als Steinmetz und Privatausbildung zum Plastiker bei Burkhart Ebe. 1947-49 Bildhauerlehre bei Herbert Volwahsen. 1950 Aufnahme in den Verband Bildender Künstler Deutschlands (VBKD) und Bezug des Ateliers im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz. Seitdem freischaffend tätig. Gleichzeitig Beginn der Beschäftigung mit Malerei und Druckgrafik; erste Ölgemälde und Illustrationen zu Dostojewski. 1952 die berühmte Punzenstich-Folge zu Franz Kafka "Der Prozeß". 1969 Auszeichnung "Schönste Bücher der DDR" für die Illustrationen zu "Meine jüdischen Augen" beim Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig. Ausstellungen: 1977 Kunsthalle Rostock, 1988 Stadtmuseum Bautzen, 2010, '13 und '22 Galerie Himmel Dresden.