1915. Lithografie / Offsetlithografie, in Schwarz, auf gelbem Maschinenpapier. – Originale Künstlergrafik, von Lovis Corinth. – 28,5 x 20,3 cm (Darstellung / Druckbild), 41 x 34 cm (Blatt).
Schwarz L 212. – Aus: Krieg und Kunst. Original-Steinzeichnungen der Berliner Sezession (Berlin: Julius Bard 1915-1918). – Nicht handsigniert. Im Stein rechts unten signiert: ″Lovis Corinth″. Rechts unter der Darstellung typografisch bezeichnet: ″Lovis Corinth: Bismarck″. Links unten Signet der Berliner Sezession. – Papier altersgemäß etwas gegilbt. Im Bereich der typografischen Schrift kleine bräunliche Flecken. Guter Zustand.
Lovis Corinth (1858 Tapiau/ Ostpreußen - 1925 Zandvoort/ Niederlande). Eigentlich Franz Heinrich Louis Corinth. Deutscher Maler und Grafiker. Wegbereiter der Moderne mit expressionistischen Tendenzen. Zählt mit Max Liebermann, Lesser Ury und Max Slevogt zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Impressionismus. 1876 Akademiestudium als Schüler des Genremalers Otto Günther in Königsberg. 1880-83 Studium an der Münchner Akademie. 1884 Malunterricht in Antwerpen und Eintritt in die Académie Julian in Paris. 1888 Umzug nach Berlin. 1891 Umzug nach München. 1892 Eintritt in die Münchner Secession. 1893 Gründung der "Freien Vereinigung". Geht 1897 nach Zurückweisung der "Salomé" nach Berlin, wo er 1901 eine Malschule gründet und der Berliner Secession beitritt. Freundschaft mit Max Liebermann. 1918 Professorentitel. Seine Werke beschäftigen sich mit existenziellen Fragen des Menschen wie Liebe und Tod, Gewalt und Leidenschaft.
Otto von Bismarck (1815 Schönhausen - 1898 Friedrichsruh bei Hamburg). Auch Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen. Deutscher Fürst, Politiker und Staatsmann. Ab 1865 Graf, ab 1871 Fürst von Bismarck, ab 1890 Herzog zu Lauenburg. War 1862-90 Ministerpräsident von Preußen, 1867-71 Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes sowie 1871-90 erster Reichskanzler des Deutschen Reiches, dessen Gründung er maßgeblich vorangetrieben hatte.