1897. Lithografie / Kreidelithografie, in Schwarz, über olivgrüner Tonplatte, auf gelbem Karton. – Originale Künstlergrafik, von Robert Sterl. – 22,3 x 46,8 cm (Darstellung / Druckbild), 24,7 x 49,1 cm (Tonplatte), 48 x 64 cm (Blatt).
Becker 6. – Nicht handsigniert. Im Stein rechts unten signiert und datiert: ″R St 97″. Darunter in der Tonplatte nochmals Signatur und Jahr: ″Robert Sterl 97″. Verso Besitzstempel: ″E.A. Buck″ (nicht bei Lugt). Dieser handschriftlich in Bleistift nummeriert: ″651″. – Papier im Rand altersbedingt leicht verbräunt und fleckig. Leichter Lichtrand um die Tonplatte. Blattkanten minimal bestoßen. Insgesamt mäßig guter Zustand.
Robert Sterl (1867 Großdobritz, heute Dresden-Dobritz - 1932 Naundorf). Eigentlich Robert Herrmann Sterl. Deutscher Maler und Grafiker. Neben Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevoigt einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Impressionismus. 1881–89 Studium an der Dresdner Kunstakademie u.a. bei Ludwig Kriebel, Karl Gottlob Schönherr und Leon Pohle. 1886-89 Meisterschüler an der Kunstakademie im Atelier von Ferdinand Pauwels. Ab 1887 Freundschaft mit Carl Bantzer. Beginn der freischaffenden Tätigkeit als Portät- und Landschaftsmaler und als Illustrator z.B. für den Steinkamp-Verlag. Ab 1891 Aufenthalt in Goppeln und Anschluss an den Kreis der Goppelner Freilichtmaler. Freundschaft miit Wilhelm Claudius. 1893 Frankreichreise. 1894 Mitglied der Dresdner Sezession. 1909 Berufung zum auswärtigen Mitglied der Berliner Sezession. 1913–30 Mitglied der Dresdner Galeriekommission. 1915 als Kriegsmaler an der Westfront und Übernahme der Meisterklasse für Malerei der Dresdner Kunstakademie. Mitbegründer des 'Künstlerrates zur Reformierung des Kunstlebens', zur Förderung einer freien und vom Staat unabhängigen Kunst in Dresden. 1919 Berufung zum auswärtigen Mitglied der Berliner Akademie der Künste zusammen mit Käthe Kollwitz, Ernst Barlach und Lovis Corinth. 1923 Rektor der Dresdner Kunstakademie.