1970-1974. Zeichnung / Kohle, auf feinem hellchamois Bütten. – Originale Künstlergrafik, von Ernst Hassebrauk. – Unikat. – 60,0 x 43,0 cm (Darstellung / Blatt).
Rechts unten in Kugelschreiber signiert: ″hassebrauk″. Verso in blassblauem Farbstift nochmals signiert und bezeichnet: ″ hassebrauk (Graf. Bildnis)″. – Das Papier mit leichten Atelierspuren. Rückseite an einer Stelle mit Montagespuren. Insgesamt guter Zustand.
Ernst Hassebrauk (1905 Dresden - 1974 Dresden). Oft fälschlich auch Ernst Hassebrauck. Deutscher Maler und Grafiker. 1925-27 Studium an der Kunstakademie Dresden. 1927-32 Studium der Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Leipzig. Parallel Studium an der Leipziger Kunstakademie bei Willi Geiger. 1947 Professur an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB). 1949 Entlassung aus dem Lehramt im Zusammenhang mit der Formalismusdebatte. 1958-60 Arbeit an den Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden. Pflegte einen in seiner vitalen Farbigkeit und üppigen Strichführung neobarock anmutenden expressiven Realismus. Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen.
Rudolf Böttger (1926 Zwickau - 2009 Mönchengladbach) war in den 1950er Jahren Violinist der Dresdner Philharmonie. Er prägte das musikalische Leben in Dresden nach dem Zweiten Weltkrieg und leitete das nach ihm benannte Streichquartett Böttger-Quartett als erster Geiger. Das Ensemble interpretierte ein breites klassisches und modernes Programm und trat unter anderem in Konzertreihen wie ?Meisterwerke – Meisterinterpreten? auf, die vom bekannten Dresdner Musikjournalisten Gottfried Schmiedel initiiert wurden. 1960/61 siedelte er aus Anlass einer Konzertreise nach Mönchengladbach um, wo er lange Zeit Violinist der Niederrheinischen Sinfoniker Mönchengladbach und Mitglied des Westdeutschen Streichquartettes war. Er organisierte eine der ersten Ausstellungen von Ernst Hassebrauk in Westdeutschland, 1974 in der Werner-Jaeger-Halle im Nettetaler Stadtteil Lobberich in Nordrhein-Westfalen.