1920. Aquarell, über Graphit, auf hellchamois J.W. Zanders. – Originale Künstlergrafik, von Max Schwimmer. – Unikat. – 21,9 x 15,5 cm (Darstellung / Blatt).
Links unten in Graphit signiert und datiert: ″Max Schwimmer 20″. – Max Schwimmer hielt sich von Dezember 1920 bis Januar 1921 in Südtirol auf. Gemeinsam mit seinen Leipziger Malerfreunden Rüdiger Berlit und Oskar Behringer war er zu einem längeren Studienaufenthalt in Oberbozen auf dem Ritten oberhalb von Bozen. Während dieser Wochen in den Südtiroler Bergen schuf er zahlreiche expressive Bilder mit Landschaftsmotiven. – Provenienz: Südwestdeutscher Privatbesitz. – Sehr guter Zustand.
Max Schwimmer (1895 Leipzig - 1960 Leipzig). Deutscher Maler, Grafiker und Illustrator des expressiven Realismus. Ab 1919 Studium der Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Leipzig. Beginn der künstlerischen Tätigkeit u.a. für die Zeitschriften "Die Aktion" und "Der Drache". Studienreise nach Frankreich und Italien. 1926 Dozent an der Kunstgewerbeschule in Leipzig. 1933 aus dem Lehramt entlassen, neun Werke wurden als "entartete Kunst" diffamiert und konfisziert. Bis 1945 arbeitete er als Illustrator. 1944 als Soldat der Wehrmacht eingezogen und Ausbildung zu Wachmann eines Kriegsgefangenen-Lagers in Mühlberg an der Elbe. Im April 1945 Flucht der Wachmannschaft nach Altenburg in die amerikanische Besatzungszone. Nach Kriegsende Eintritt in die KPD. 1946 Berufung als Professor und Leiter der Abteilung Graphik an die Staatliche Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. 1951 infolge einer Kampagne von seinem Dienst entbunden. Im selben Jahr Berufung an die Dresdner Hochschule für Bildende Künste (HfBK) als Leiter der Abteilung Grafik. Seit 1952 Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin.