1919. Lithografie / Pinsellithografie, in Schwarz, auf gelblichem Maschinenkarton. – Originale Künstlergrafik, von Ludwig Meidner. – 24,5 x 18,0 cm (Darstellung / Einfassungslinie), 32 x 24 cm (Blatt).
Söhn HDO 360-10. – Aus: Wasmuths Kunsthefte. Junge Berliner Kunst (Berlin: Wasmuth 1919), Bd. 6. – Nicht handsigniert. Im Stein links unten signiert und datiert: ″L.M. 1919″. Unterhalb typografisch nummeriert: ″10″. – Originalrandiges, unbeschnittenes Exemplar. Papier altersbedingt gebräunt. Im linken Rand originale Heftspuren. Guter Zustand.
Ludwig Meidner (1884 Bernstadt an der Weide / Schlesien - 1966 Darmstadt). Deutscher Maler und Grafiker, namhafter Vertreter des Expressionismus. 1903-05 Studium an der Kunstakademie Breslau. Ging danach nach Berlin; Mitarbeit u.a. an der expressionistischen Zeitschrift "Die Aktion". 1906/07 Besuch der Académie Julian in Paris; Freundschaft mit Amedeo Modigliani. 1912 mit Richard Janthur und Jakob Steinhardt Gründung der Künstlergruppe "Die Pathetiker". Im Frühwerk werden Einflüsse des Kubismus und Futurismus deutlich. Hauptthema dieser Zeit war das Großstadtleben. Ab 1912 entstanden auch Katastrophenszenarien. Lernte 1913 den Dichter Ernst Wilhelm Lotz kennen, mit dem er 1914 ein Wohnatelier in Dresden bezog. Hielt als bedeutender Porträtist zahlreiche Künstler der Weimarer Republik in intensiven Bildnissen fest. Ab 1933 Mal- und Ausstellungsverbot im nationalsozialistischen Deutschland. 1935 Zeichenlehrer am jüdischen Realgymnasium Jawne in Köln an. 1939 Emigration nach London. 1953 Rückkehr nach Deutschland; ab 1963 in Darmstadt.