1983. Zeichnung / Farbkreide, in 4 Farben, auf wolkigem weißlichem Similijapan. – Originale Künstlergrafik, von Hermann Glöckner. – Unikat. – 50,1 x 70,4 cm (Darstellung / Blatt).
Nicht handsigniert. Vom Künstler eigenhändig in Bleistift bezeichnet bzw. datiert und betitelt: ″19.12.83 / 10[:]50 / Montag mild″. – Handzeichnung aus der Werkgruppe der ″Schwünge″, in welcher Glöckner zu einer Art kontemplativer Versenkung fand. – Formaler Ausgangspunkt für die einzige Farblithografie des Künstlers ″Blattform″, die 1984 unter Aufsicht des Künstlers in der städtischen Druckwerkstatt Dresden gedruckt wurde. – Provenienz: Nachlass Hermann Glöckner, Dresden, später Privatbesitz (Korrespondenz mit Dr. Werner Schmidt zum Erwerb aus dem Künstler-Nachlass erhalten). – Papier gering wellig und partiell mit unscheinbaren Knickspuren. Insgesamt schöner stimmiger Gesamteindruck. Guter Zustand.
Hermann Glöckner (1889 Cotta bei Dresden - 1987 Berlin). Deutscher konstruktivistischer Maler, Grafiker und Bildhauer. 1904-11 Besuch der Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Dresden bei Edmund Schuchardt und Kurt Fiedler. 1914-18 als Soldat im 1. Weltkrieg. 1923/24 Studium an der Kunstakademie Dresden bei Otto Gussmann. 1945 Verlust fast des gesamten Oeuvres durch Kriegszerstörung. 1945-48 Mitglied der Künstlergruppe "Der Ruf". Lebte und arbeitete im Künstlerhaus Loschwitz in Dresden, in den letzten Lebensjahren auch in West-Berlin. Galt innerhalb der geduldeten konstruktivistisch-abstrakten Dresdner Kunstszene als zentrale Leitfigur. Zahlreiche Aufträge für baugebundene Plastik im öffentlichen Raum. 1984 Nationalpreis der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur.